Zitate: La Forza del Destino – I.

(Donna Leonora, bleich und verhärmt, kommt in grosser Aufregung aus der Klause.)

LEONORA

Frieden, Frieden, mein Gott!

(kommt nach vorn)

Ein grausames Unglück
zwingt mich, ach, zum Leiden;
wie an jenem Tag vor so vielen Jahren
fühle ich noch heute den tiefen Schmerz.
Frieden, Frieden, mein Gott!
Ich liebte ihn, es ist wahr! Aber Gott verlieh ihm
so viel Schönheit und Tapferkeit,
dass ich ihn noch immer liebe und sein Bild
nie aus meinem Herzen werde reissen können.
Verhängnis! Verhängnis! Ein Verbrechen
hat uns auseinandergerissen auf dieser Welt!
Alvaro, ich liebe dich,
doch droben im Himmel steht es geschrieben:
ich werde dich nie wiedersehen!
Gott, o Gott, lass mich sterben; denn Ruhe
kann nur der Tod mir geben.
Umsonst sucht meine Seele hier den Frieden,
sie war mir eine Beute heftigen Schmerzes.

(Sie geht zu einem Stein, wo Pater Guardian einige Vorräte für sie niedergelegt hat.)

Armseliges Brot, du bist nur da,
mein trostloses Leben zu verlängern.
Doch wer kommt da?
Wer wagt es, den heiligen Ort zu entweihen?
Er soll verflucht sein!

(Sie läuft zurück in die Klause und schliesst die Tür hinter sich.)






Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s