Auf den Spuren von Giuseppe Verdi… #KultTrip

Eigentlich wollte ich nur ein paar entspannte Tage am Gardasee verbringen. Doch Tage vor der Abreise sah ich zufällig auf Servus TV eine Reise-Reportage von Elke Heidenreich mit dem Titel „Verdis Italien“. Elke Heidenreich spürte dabei mit viel Liebe, Leidenschaft und Humor den Spuren Giuseppe Verdis in der Emilia Romagna nach. Nach einige Recherchen war mir klar: Das ist ja gar nicht soweit weg vom Gardasee! Der Tagesausflug stand.

Ich möchte nicht viele Worte über Verdis Lebensgeschichte und die damit verbundenen Ort verlieren, da mir gerade die Entdeckung vor Ort sehr viel Freude bereitet hat. Dies möchte ich anderen natürlich nicht vorweg nehmen. Alle Ort sind mit entsprechenden Hinweistafeln versehen oder werden durch Führungen erläutert.

Mich trieb es damals als Erstes – macht auch chronologisch Sinn – an das Geburtshaus Verdis nach Roncole (durch die Berühmtheit Verdis nun mit dessen Namenszusatz versehen). Das Geburtshaus ist klein und man kann die damaligen, einfachen Verhältnisse nachempfinden. Die historischen Gemäuer wurden restauriert und sind seither wieder öffentlich als Museum vorzeigbar. Gleich neben dem elterlichen Gasthaus und Geburtshaus Verdis steht auch die Kapelle mit der Orgel auf der Verdi das erste Mal seine musikalische Begabung zeigte.

Nicht weit entfernt von Roncole befindet sich Busseto. Dort steht heute das Teatro Verdi sowie eine Statue des berühmten Sohnes der Stadt. Seit wenigen Jahren ist in Busseto auch das Museo Nazionale Giuseppe Verdi und gleich nebenan das Museo Renata Tebaldi. Dort werden neben Originalkostüme von längst vergangenen (Ur-) Aufführungen auch noch andere Schätze und Informationen informativ und anschaulich präsentiert und dargestellt. Auf Wunsch gibt es auch einen Audioguide.

Besonders zu empfehlen ist die kleine Vinothek „Salsamenteria Storica e Verdiana Baratta“ unmittelbar in den Arkaden neben dem Marktplatz in Busseto. Dort spielt Verdis Musik, es gibt Weißwein aus Porzellanschälchen und wohl den besten Schinken, die beste Salami und heimischen Parmesan für den die Region schließlich auch bekannt ist. La dolce vita!

Etwas weiter im Norden befindet sich der spätere Wohnsitz von Verdi. Er blieb seiner Heimat treu und baute sich eine wunderschöne Villa mit großzügigem Landbesitz. Diese bewirtschaftete und pflegte er größtenteils selbst. Die Villa Verdi in Sant‘ Agata ist heute noch im Besitz von Verdis Nachfahren und kann nur mit Führung besucht werden. Es ist alles im Originalzustand erhalten. Dieser besondere Ort in seiner Ursprünglichkeit lädt zum Nachfühlen der Eindrücken ein,  unter welchen der große, italienische Komponist während der Komposition seiner Werke stand. Übrigens gibt es dort auch einige nicht so nette handschriftliche Aufzeichnungen von Verdi über seinen großen Rivalen Wagner zu sehen!

Die Reise-Hommage von Elke Heidenreich gibt es unter dem Titel „Eine Reise durch Verdis Italien – Flieg, Gedanke…“ übrigens auch als Hörbuch und Buch.

In der Karte sind alle aufgezählten Punkte gekennzeichnet und mit entsprechenden Internetadressen hinterlegt! Ich freue mich, wenn sich jemand ebenfalls auf die Spuren Verdis begibt und darüber dann auch berichtet. #KultTrip

 

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4 Comments

  1. Sehr, sehr fein und das Beste daran – es ist gar nicht so weit von München entfernt. Leider muss ich gestehen, dass ich noch nie am Gardasee verweilt habe. Jetzt gibst du mir einen trifftigen Grund, dass bald nachzuholen. Klasse auch deine kulinarischen Tipps. Werde dich informieren, wenn wir deinem #KultTrip nachgefolgt sind!!!

    Danke für deine erneute Teilnahme bei einer Blogparade von mir!

    Herzlich,
    Tanja

    Gefällt 1 Person

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