#Liebespost aus dem Opernhaus

Nach dem Aufruf von Musik – mit allem und viel scharf zur Bildung einer WTF-Musik-TOP10 fordert nun die Komische Oper unter dem Hashtag #Liebespost auf Twitter dazu auf seine persönliche (Liebes-) Arie zu wählen!

Wie auch schon bei der Bildung meiner obigen TOP 10 viel es mir gar nicht so einfach auf die Schnelle darauf eine Antwort zu finden. Ich behalf mir selbst und fragte mich, welche Opern-Momente mich im Jahr 2015 emotional am tiefsten (teilweise mit Tränchen in den Augen) berührt haben:

Bayerische Staatsoper – Tristan und Isolde // „Liebestod“
(Waltraud Meier als Isolde)

In dem wogenden Schwall, 
in dem tönenden Schall, 
in des Welt-Atems 
wehendem All — 
ertrinken, 
versinken — 
unbewusst — 
höchste Lust! 

Bayerische Staatsoper – Lucia di Lammermoor // „Tombe degli avi miei“
(Pavol Breslik als Edgardo)

Dies Herz, das heiss und treu geliebt,
Bald wird es nicht mehr schlagen,
Und ohne Klage, still und stumm
Wird man’s zu Grabe tragen!
Mein Tod wird wie mein Leben sein,
Kein Auge weint um mich.
Auch du, die einst mir alles war,
Wirst meiner kaum gedenken,
Doch solltest einst die Schritte du
Nach meinem Grabe lenken,
So denk, hier ruht ein treues Herz,
Es litt und brach für dich.

Bayreuther Festspiele / Bayerische Staatsoper – Götterdämmerung // „Siegfrieds Tod“ bis Ende (Catherine Foster / Petra Lang als Brünnhilde)

Fühl‘ meine Brust auch, wie sie entbrennt; 
helles Feuer das Herz mir erfasst, 
ihn zu umschlingen, umschlossen von ihm, 
in mächtigster Minne vermählt ihm zu sein! 
Heiajoho! Grane! 
Grüss‘ deinen Herren! 
Siegfried! Siegfried! Sieh! 
Selig grüsst dich dein Weib! 

Richard Wagner würde sich bei diesem Blogpost und der Bezeichnung der oben genannten Passagen seiner Stücke als Arien vermutlich im Grabe umdrehen! Denn das Bestreben seines künstlerischen Tuns war es mit jedem seiner Werke das dramatische Ideal zu verwirklichen. Dies bedeutete „Abkehr von der Nummernoper, von der Arie, von der Trennung zwischen Rezitativ und geschlossenem Musikstück, und natürlich vor allem vom gesprochenen Text…“. Ergebnis: MUSIKDRAMA – ein nirgends unterbrochener Strom von Musik.



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